zuletzt aktualisiert am: 12.08.2018

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Die Waldbrandgefahrenstufen werden nur in der besonders waldbrandgefährdeten Zeit vom 1. März bis 30. September ermittelt und dargestellt.

   

Jugendfeuerwehrtreffen in Finnland

Wandlitz Reisen bildet nicht nur, sondern schweißt auch zusammen wie Pech und Schwefel. Das jedenfalls bestätigt die 28-jährige Katja Stegemann, Jugendwartin der Feuerwehr in Klosterfelde. Sie war Teil der Wandlitzer Delegation, die im finnischen Lohtaja ein europäisches Jugendfeuerwehrtreffen besuchte.

Eigentlich stehen nach den aufregenden Tagen nur Superlative zur Verfügung: Genial war die Reise, die allen Beteiligten einen Riesenspaß bescherte. „Und natürlich, liebend gern würde ich sofort wieder mitfahren“, gesteht Katja Stegemann hinterher ein. Die 28-Jährige gehörte zum Betreuer-Team der 17 Wandlitzer Kinder und Jugendlichen, denen das Erlebnis in Finnland vorbehalten war. „Leider konnten wir nicht alle mitnehmen, darum haben wir die Mitglieder unserer Wandlitzer Jugendwehren mitgenommen, die sich mit ihren Leistungen besonders empfohlen haben“, erklärte die Gemeindewehrleiterin Anke Müller am Dienstag die Auswahl.

Hinter allen Teilnehmern liegen ereignisreiche Tage voller Eindrücke, die sich sicher einbrennen werden. Dazu gehört überraschenderweise schon die zweitägige Überfahrt von Basdorf bis ins finnische Lohtaja. „Vor allem die zwei Fährfahrten haben den Kindern total gefallen“, berichtet Katja Stegemann. „Das fanden sie toll: Zu zweit in einer Koje und dann am All-In-Büffet essen, bis der Arzt kommt“, frotzelt Anke Müller. Am Sonntagabend im Torku gut gelandet, bekamen die Wandlitzer ihre erste „finnische Lehrstunde“, wie die Wehrleiterin sagt. Den Teilnehmern wurde die einheimische Einsatztechnik vorgestellt, natürlich in englischer Sprache. Alle staunten nicht schlecht, als sie sich die Bekleidung der Nordfrauen und -männer  genauer betrachteten. „Die haben genau die identische Bekleidung wie wir Wandlitzer, wir könnten uns dort sofort einreihen“, beschreibt Anke Müller.

Schon der erste Abend unterm Schein des Nordlichtes beeindruckte mit „besonderer Herzlichkeit“. Es wurde gegrillt und Geschenke ausgetauscht. Für die Wehr in Torku hatten die Wandlitzer „drei Flaschen guten Whiskey“ mitgebracht, wie Anke Müller verrät.

Tags darauf, am Montag, lernten die Wandlitzer dann das Lager in Lohtaja kennen. Immerhin 3000 Jugendliche kommen dort alle vier Jahre zusammen. Internationale Teams wurden gebildet, die Kinder waren mit Russen, Polen oder Finnen in einer Gruppe und kamen wohl schnell zur Sache. „Das Zerschneiden von Autos mit hydraulischen Geräten wäre für Jugendliche in Deutschland undenkbar gewesen, aber dort gehört das zur Ausbildung. Und auch aus einem acht Meter hohen Turm seilten sich die Teilnehmer ab. Wir haben natürlich aufgepasst, dass niemand verletzt wird und keiner zu schwer hebt. Das ist nun einmal der deutsche Arbeitsschutz“, erinnert die Wehrleiterin. Tags darauf stand ein Strandtag auf dem Programm, am Mittwoch gab es einen Tag zur individuellen Einteilung. Die Wandlitzer besuchten mit Oulu die nördlichste Großstadt Europas.

Dort besichtigten sie die Kirche und staunten über die beeindruckenden Stromschnellen. Am Donnerstag folgte erneut die Technikausbildung, Stationsbetrieb war angesagt. Ob an Pumpen oder an den Scania-Fahrzeugen, die Deutschen lernten kräftig dazu.

Mit Wehmut trat die Delegation am Freitag die Rückreise an. „Angefüllt mit schönen Erinnerungen“, sagt Katja Stegemann über diese Rückfahrt. Für sie gehören auch die Volleyballspiele am Strand dazu. „Es wurde ja nicht dunkel und da mussten wir uns ganz schön disziplinieren, denn nur der Blick auf die Uhr zeigte uns Mitternacht an“.

Anke Müller dankt indes allen, die mit ihren Spenden und ihrer Unterstützung die gelungene Fahrt ermöglichten.

 

Quelle MOZ, erstellt am: 20.07.2018
   
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