zuletzt aktualisiert am: 14.07.2024

Waldbrandstufe 

Waldbrandstufe Barnim

Die Waldbrandgefahrenstufen werden nur in der besonders waldbrandgefährdeten Zeit vom 1. März bis 30. September ermittelt und dargestellt.

   

Ein tolles Wochenende im schönen Vogtland

Wie schon in den vergangenen Jahren, wurde auch dieses Jahr eine Wochenendfahrt des Feuerwehrvereins Schönerlinde unternommen. Eingeladen waren die Mitglieder des Vereins aber auch Bürger des Ortes. Diesmal ging es vom 30.06.-2.07. in`s Vogtland nach Sachsen. Um Neun Uhr morgens ging es dann los, wobei zuvor einige ihr Gepäck mit Schuppkarren zum Bus transportierten, um nicht schon vorab ins Schwitzen zu geraten, was aber ziemlich lustig erschien. Auf dem Weg ins Vogtland mussten wir nun verschiedene Etappen bewältigen.Nachdem wir den Spreewald und das Land Brandenburg hinter uns gelassen hatten, bekamen wir ein Reisequiz ausgeteilt und hatten nun die Aufgabe Fragen zur Geschichte und Kultur des Vogtlandes zu beantworten. Dies fiel den meisten von uns aber nicht mehr ganz so leicht, da Alkohol im Bus letztendlich „immer“ in ausreichender Menge vorhanden war und so reichlich ausgeschenkt wurde, dies die Stimmung enorm steigerte, aber nun überhaupt nicht dazu beitrug das Rätsel schnellstens und richtig zu lösen. Währenddessen waren wir im Bundesland Sachsen angekommen und ließen Meißen hinter uns. Weitere Städte waren Dresden und Chemnitz.Vor dem Fussballspiel zwischen Argentinien und Deutschland, das wir um 17. 00 Uhr in unserem Hotel verfolgen wollten, war aber noch ein Besuch an der deutsch- tschechischen Grenze in Johann- Georgen Stadt geplant, um sich zu stärken oder um durch die Wühltische zu stöbern. Nachdem wir uns nach 1,5 h Aufenthalt um 15.30 Uhr im Bus trafen, um dann ins Hotel zu fahren, hatten wir bis zum Anpfiff noch etwa 1,5 Stunden Zeit und das schien ziemlich knapp zu werden.

16.58 Uhr erreichten wir unser Ziel, (der Lengenfelder Hof in Lengenfeld, 8 Km. südl. v. Reichenbach) mussten aber noch einchecken.Dies ging aber ziemlich schnell, so dass wir mit unseren jeweiligen Schlüsseln unser Gepäck ins Hotelzimmer brachten und kurz nach fünf dann das Spiel auf einer Leinwand im Freizeitraum (wo übrigens die Menge schon tobte) endlich mit anschauen konnten. Nach der Verlängerung, dem nervenaufreibenden Elf-Meterschießen und letztendlich nach dem Jubelgeschrei über den Sieg der deutschen Mannschaft trafen wir uns schließlich alle im Restaurant um zu Abend zu essen und den ersten schönen Tag ausklingen zu lassen.

Für den nächsten Tag war eine Besichtigungstour durch das Vogtland geplant mit einem aus dem Vogtland stammenden Reiseführer und mit unseren Busfahrer Micha, der uns zu sämtlichen Ortschaften, die das Vogtland bietet, kutschierte. Neben wir Kleinstädte wie Rodewisch, Auerbach, Klingenthal oder Grünbach passierten, erzählte uns unser Leiter, wie das Vogtland seinen Namen fand, dessen Geschichte und auch sonst konnte er jeden kleinen Ort und dessen Kirchen, Rathäuser oder Flüsse erläutern. Dem Reiseführer war die Liebe zur seiner Heimat deutlich anzumerken. Ein Highlight auf unserer Fahrt war unter anderen die Besichtigung der Grube Tannenberg im Schneckenberg, wo seit dem 16. Jhd. Zinnbergbau betrieben wird. Bevor die Erkundigung statt fand, mussten wir uns aber zunächst mit Helm und Schutzumhang einkleiden, was ziemlich lustig war. Zusätzlich zum Schutz vor Nässe und Schmutz diente der Umhang aber auch als Wärmespender, das uns etwas entgegen kam, da in der Grube kontinuierlich nur 5 °C herrschen und wir so ganz schön frieren mussten. Viele hatten kurze Hosen und offene Sandalen an und waren deshalb froh nach 45 minütiger Führung das Bergwerk wieder verlassen zu dürfen. Nach dieser kleinen oder großen Abkühlung fuhren wir nun mit Bus und Reiseleiter weiter in Richtung Norden des Vogtlandes, wo komischerweise fast alle Ortsnamen mit grün endeten, wie Irfersgrün oder Rabesgrün. Um 14.00 Uhr fuhren wir dann nach Breitenfeld zum Alpenhof um gemütlich eine Tasse Kaffe zu trinken und nebenbei dem klingenden Gasthaus mit seinem kleinen Konzert Aufmerksamkeit zu schenken. Das klingende Gasthaus kennzeichnet sich in erster Linie durch die Vorstellung verschiedener Musikstücke auf Blasinstrumenten und der Schauwerkstatt aus. Wir waren schon alle sehr verblüfft, was es für seltsame und vor allem was es für kleine Musikinstrumente gibt und was diese für hohe Töne erzeugen können. Dabei fanden wir auch heraus, dass die Nasenflöte zugleich das kleinste und auch billigste (1,50 Euro) Musikinstrument der Welt ist. Zum Abschluss der Musikvorstellung konnte man dann die zwei kleinsten Instrumente käuflich erwerben und sein musikalisches Talent an einer Mundtrommel oder an einer Nasenflöte unter Beweis stellen, wie es auch die Adermanns (Jörg, Werner) taten.

Da dieses Wochenende reichlich zugeplant war, ging es nach dem Minikonzert ab zu den nächsten Orten, die wir uns wie üblich nur vom Bus anschauten, da uns ( die Zeit fehlte diese Städte näher kennen zulernen. Eins nur dazu: die Beteiligten dieser Reise wissen jetzt alle wo einst Stefanie Hertel ihr Kind bekam (Reichenbach) und wo Regina Zindler mit ihrem Knallerbsenstrauch wohnte (Auerbach). Unser letztes Besichtigungsziel für den heutigen Tag war die Göltzschtalbrücke, das Tal der Göltzsch zwischen Mylau und Netzschkau. Die Göltzschtalbrücke ist 78 Meter hoch, ist somit die größte Ziegelsteinbrücke der Welt (26.021.000 Ziegelsteine) und wurde von 2,2 Mio. Talern erbaut. Heute dient diese Brücke als Zugverbindung und auf ihr fahren Züge von Berlin nach München oder von Dresden nach Stuttgart.

Als wir schließlich um 17.30 Uhr ins Hotel zurück kehrten waren wir nun doch alle recht fertig und der Alkohol, der auch an diesem Tag fröhlich im Bus weiterfloss, verstärkte diese Stimmung. Und auch der Busfahrer brauchte seine Ruhe. Nachdem wir im Hotel gegessen und getrunken hatten, stand nun noch der Kegelabend im Keller des Hauses bevor, wobei wir uns auf zwei Bahnen verteilten und manche als Paar zusammen gegen andere spielten, wobei Heinz der Rattenkönig wurde. Beste der Frauen war Rudi (bestimmt nicht das erste Mal, so wie sie kegelt) und Stärkster der Männer war Burkard, wobei er mit 118 Punkten nur 3 Punkte vor Torsten siegte. Nach dem Kegeln saßen wir gemeinsam in einer Runde unten im Restaurant und feierten den Abend und das Ende der Fahrt, bevor wir am nächsten Morgen noch das Feuerwehrmuseum Lengenfeld besuchen würden und dann unsere Heimreise antreten müssten. So wurde gesungen „Sing ein Lied, sing ein Lied“, wobei auch nicht die Kellnerin Janin und die Restaurantchefin drum herum kamen. Auch verfolgten wir nebenbei das Spiel zwischen Brasilien und Portugal und freuten uns über das Ausscheiden der Brasilianer. So verlebten wir den zweiten schönen Abend im Lengenfelder Hof bis spät in die Nacht (jedenfalls einige von uns).

Am nächsten Morgen trafen wir uns, wie am Tag zuvor um 9.00 Uhr morgens, zum Frühstück. Einige sahen ziemlich zerknautscht aus, und die Müdigkeit und der Restalkohol hinterließen ihre Spuren auf so manchen Gesichtern. So auch auf dem Gesicht von Bettina, der es an diesem Morgen gar nicht gut ging. Nachdem wir unsere Sachen gepackt hatten, trafen wir uns dann ein letztes Mal, um zum Feuerwehrmuseum zu fahren. Dort führte uns ein 84- jähriger Mann, der selbst in dem Ort aufwuchs und ehemals freiwilliger Feuerwehrmann war, durchs Museum. Er erläuterte uns die Geschichte der Feuerwehr von Lengenfeld, zeigte uns Schautafeln über Rettungsvarianten, stellte uns verschiedene Feuerwehruniformen vor und erzählte dies mit großer Leidenschaft und Sorgfalt, das man den Eindruck gewann, er liebe es Museumsrundgänge durch zu führen und als gebe es nichts anderes. Am Ende zeigte er manchen, (die jedenfalls noch wollten) die jetzigen Einsatzfahrzeuge, die alle sehr modern ausgestattet sind und die Feuerwehr in höchster Qualität bei Einsätzen unterstützt.

Als alle im Bus versammelt waren, fuhren wir dann in Richtung Heimat. Insgesamt, denke ich, hat uns der Aufenthalt im Vogtland allen sehr viel Spaß gemacht und vor allem die schöne Landschaft fand ich für lobenswert, um wieder einmal ins schöne Vogtland zurück zu kehren. Ein großes Dankeschön gehört den Vorsitzenden des Feuerwehrverein Burkard Salzmann, der die Fahrt aufwändig organisiert hat.

Bericht von: Melanie Skibba, erstellt am: 02.07.2006
   
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